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Mondus wurde im Jahre 2018 als innotives FinTech-Projekt gegründet. Zu den Kerntätigkeiten dieser Unternehmung gehören die Entwicklung und der Vertrieb von Software-Lösungen für den Versicherungsmarkt. Der Fokus liegt dabei im Online-Business sowie in der elektronischen Prozessoptimierung für Broker, Kunden und Versicherungsgesellschaften.

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Versicherungspflicht KVG

Vergleich Zusatzversicherung

Versicherungspflicht KVG

1. Ist die Krankenversicherung obligatorisch in der Schweiz?
Ja, in der Schweiz ist die Krankenversicherung obligatorisch.

Sie müssen sich insbesondere versichern:
– Wenn Sie in der Schweiz wohnhaft sind (unabhängig von Ihrer Staatsangehörigkeit). Jedes
Familienmitglied muss versichert sein, Erwachsene ebenso wie Kinder (es gibt keine
Familienversicherung).
– Wenn Sie über eine Aufenthaltsbewilligung von drei Monaten oder länger verfügen.
– Wenn Sie für kurze Zeit (weniger als drei Monate) in der Schweiz arbeiten und Ihr
Versicherungsschutz nicht demjenigen der schweizerischen Krankenversicherung entspricht.
– Wenn Sie als Schweizerin/Schweizer oder als EU/EFTA-Staatsangehörige/r in der Schweiz
erwerbstätig sind und in einem EU-Mitgliedstaat, in Island oder Norwegen wohnen. Dies gilt
auch für Ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen.
– Wenn Sie als Schweizerin/Schweizer oder als EU/EFTA-Staatsangehörige/r ausschliesslich
eine Rente aus der Schweiz beziehen und in einem EU-Mitgliedstaat, in Island oder
Norwegen wohnen. Dies gilt auch für Ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen.
– Wenn Sie als Schweizerin/Schweizer oder als EU/EFTA-Staatsangehörige/r in der Schweiz
wohnen und arbeiten, müssen sich auch ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen, die in
einem EU-Mitgliedstaat, in Island oder Norwegen wohnen in der Schweiz versichern.
– Wenn Sie für Ihren Schweizer Arbeitgeber vorübergehend in einem anderen Land arbeiten,
unterliegen Sie während der Dauer der Entsendung weiterhin der schweizerischen
Krankenversicherung.

2. Was geschieht, wenn ich mich nicht versichere?
Stellt die vom Kanton bezeichnete Behörde fest, dass Sie Ihrer Versicherungspflicht nicht
rechtzeitig nachgekommen sind, weist diese Behörde Sie einem Versicherer zu. In diesem Fall
können Sie den Versicherer nicht selber auswählen.

3. Wann endet die obligatorische Krankenversicherung?
Die Versicherungsdeckung endet, wenn die/der Versicherte nicht mehr der Versicherungspflicht
unterstellt ist:
– mit dem Tod
– bei Verlegung des Wohnsitzes von der Schweiz in ein anderes Land, wenn Sie nicht gemäss
den Bilateralen Abkommen mit der EU und der EFTA weiterhin der Versicherungspflicht in der
Schweiz unterstehen (z.B. Grenzgängerinnen und Grenzgänger und Rentnerinnen und
Rentner und ihre Familienangehörigen).

4. Wer ist von der Versicherungspflicht in der Schweiz ausgenommen?
Es besteht keine Versicherungspflicht für Sie:
– obwohl Sie als Staatsangehörige/-r eines EU-/EFTA-Staates oder der Schweiz in der Schweiz
wohnen, z.B. wenn Sie in einem EU-/EFTA-Staat erwerbstätig sind oder ausschliesslich eine
Rente aus einem EU-/EFTA-Staat erhalten;
– als Staatsangehörige/-r eines EU-/EFTA-Staates oder der Schweiz, die von einem EU-/EFTAStaat
für einen Zeitraum von bis 24 Monaten in die Schweiz entsandt werden;
– als Mitglied diplomatischer oder konsularischer Missionen sowie als Angestellte/r von
internationalen Organisationen, welche Vorrechte nach internationalem Recht haben.
– wenn Sie ausschliesslich zur ärztlichen Behandlung oder zur Kur in die Schweiz kommen.

Auf Gesuch hin ausgenommen sind Personen, sofern sie während der ganzen Geltungsdauer der
Befreiung über einen gleichwertigen Versicherungsschutz für Behandlungen in der Schweiz
verfügen:
– Personen, die nach dem Recht eines Staates, mit dem keine Regelung zur Abgrenzung der
Versicherungspflicht besteht, obligatorisch krankenversichert sind, sofern der Einbezug in die
schweizerische Versicherung für sie eine Doppelbelastung bedeuten würde;
– Personen, die sich im Rahmen einer Aus- und Weiterbildung in der Schweiz aufhalten, wie
namentlich Studierende, Schülerinnen und Schüler, Praktikantinnen und Praktikanten sowie
die sie begleitenden Familienangehörigen;
– in die Schweiz entsandte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die gestützt auf eine
zwischenstaatliche Vereinbarung über soziale Sicherheit von der Beitragspflicht in der
schweizerischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) befreit sind,
sowie die sie begleitenden Familienangehörigen;
– Personen, die in einem Mitgliedstaat der EU wohnen, sofern sie nach dem
Freizügigkeitsabkommen sowie seinem Anhang II von der Versicherungspflicht befreit werden
können (Ausübung des Optionsrechts);
– Personen, die über eine Aufenthaltsbewilligung für Personen ohne Erwerbstätigkeit nach dem
Freizügigkeitsabkommen oder dem EFTA-Abkommen verfügen.

Zudem sind auf Gesuch hin ausgenommen:
– Personen, für die eine Unterstellung unter die schweizerische Versicherung eine klare
Verschlechterung des bisherigen Versicherungsschutzes oder der bisherigen Kostendeckung
zur Folge hätte und die sich auf Grund ihres Alters und/oder ihres Gesundheitszustandes
nicht oder nur zu kaum tragbaren Bedingungen im bisherigen Umfang zusatzversichern
könnten.

Die zuständigen kantonalen Behörden oder die gemeinsame Einrichtung KVG bei Rentnerinnen
und Rentnern, die in einem EU-/EFTA-Staat wohnen, befinden über die Gesuche. Für weitere
Informationen oder für den Bezug der nötigen Formulare (z.B. das Formular “Choix du système
d’assurance applicable” für Personen, die in Frankreich wohnen) können Sie sich direkt an die
zuständige Behörde Ihres Wohn-/Aufenthalts- oder Erwerbsortes wenden.

5. Mein Kind ist Ende Monat geboren. Ich habe mich Mitte Monat in der Schweiz angemeldet.
Mein Mann ist anfangs Monat gestorben. Muss/kann der Versicherer die Prämie für den
ganzen Monat in Rechnung stellen?
Nein. Aufgrund einer Rechtsprechung des Bundesgerichts betreffend die Teilbarkeit der Prämie
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Urteil vom 3. Dezember 2015 (9C_268/2015) ist
die Prämie der Grundversicherung teilbar, das heisst, die Versicherer müssen bei einer Geburt,
bei einem Todesfall, bei Zuzug in die Schweiz oder bei Wegzug ins Ausland taggenaue Prämien
berechnen. Diese neue Regelung gilt ab 3. Dezember 2015.

6. Innerhalb welcher Frist muss ich mich versichern und was hat eine verspätete Anmeldung
zur Folge?
Sie müssen sich innerhalb von drei Monaten ab Beginn der Versicherungspflicht (z. B. nach Ihrer
Wohnsitznahme in der Schweiz oder der Geburt Ihres Kindes) rückwirkend auf den Zeitpunkt des
Beginns der Versicherungspflicht bei einem Krankenversicherer versichern. Da auch zeitlich
rückwirkend bis zum Versicherungsbeginn allfällige Auslagen vergütet werden, sind zwingend
auch die Prämien rückwirkend bis zum Versicherungsbeginn zu entrichten.
Bei verspäteter Anmeldung beginnt der Versicherungsschutz erst ab Beitrittsdatum; bei
unbegründeter Verspätung bezahlen Sie einen Prämienzuschlag.

7. Bin ich frei in der Wahl eines Krankenversicherers?
Ja, Sie können den Krankenversicherer frei wählen. Es muss sich jedoch um einen gemäss
Krankenversicherungsgesetz zugelassenen Krankenversicherer handeln.

8. Kann ein Krankenversicherer meine Aufnahme ablehnen oder Vorbehalte anbringen?
Nein. Wenn es um die obligatorische Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) geht, sind
alle Krankenversicherer verpflichtet, Sie vorbehaltlos und ohne Wartefrist aufzunehmen,
ungeachtet Ihres Alters und Gesundheitszustands.

9. Darf ein Krankenversicherer mich bei der Anmeldung für die Grundversicherung
auffordern, einen Gesundheitsfragebogen auszufüllen?
Nein. Wenn Sie der Versicherungspflicht unterstehen, dann muss Sie der Krankenversicherer
ungeachtet Ihres Alters und Gesundheitszustandes aufnehmen. Er darf auch keine Vorbehalte
und Wartefristen anbringen. Daher kann kein Gesundheitsfragebogen eingefordert werden.
Hingegen ist der Versicherer bei einem Aufnahmegesuch für eine Zusatzversicherung nach dem
Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag berechtigt, Ihnen Fragen über Ihren
Gesundheitszustand zu stellen, Vorbehalte anzubringen oder Ihr Gesuch abzulehnen.

10. Was kann ich tun, wenn der Krankenversicherer auf mein Aufnahmegesuch nicht reagiert?
Sie möchten gerne einem Krankenversicherer beitreten, aber dieser reagiert nicht auf Ihr Gesuch
oder legt eine Franchise oder andere Krankenkasse fest, die Ihnen nicht zusagen. In diesem Fall
empfehlen wir Ihnen, diesem Krankenversicherer das Aufnahmegesuch für die Grundversicherung
mit Angabe der gewünschten Franchise (gesetzliche oder eine der vom fraglichen Versicherer
angebotenen wählbaren Franchisen) und dem Datum des Versicherungsbeginns eingeschrieben
zuzustellen.

11. Kann ich die Unfalldeckung sistieren, wenn ich bereits durch die Unfallversicherung
versichert bin?
Ja. Ihr Versicherer nimmt auf Ihren Antrag hin die Sistierung vor, wenn Sie den Nachweis
erbringen, dass Sie im Sinne des Unfallversicherungsgesetzes vollumfänglich unfallversichert
sind. Ihre Prämie wird daraufhin entsprechend reduziert.

12. Kann ich meine Krankenversicherung während dem Militärdienst sistieren?
Ja, während Diensten, die länger als 60 aufeinanderfolgende Tage dauern (z.B. RS, während des
Zivildienstes oder während des Zivilschutzes) kann die Versicherung sistiert werden. Die für den
Dienst zuständigen Behörden informieren die dienstleistenden Personen über das Verfahren. Die
Militärversicherung deckt während der Dienstzeit die Risiken Krankheit und Unfall ab.

13. Bleibe ich bei einem vorübergehenden Auslandaufenthalt (Reise, Studium) in der Schweiz
versicherungspflichtig?
Ja. Wenn Sie sich für eine bestimmte Zeit zu Studien- oder Reisezwecken ins Ausland begeben,
Ihren Wohnsitz aber nicht dorthin verlegen, sind Sie nach wie vor in der Schweiz
versicherungspflichtig (auch wenn Sie Ihren Wegzug der Gemeinde gemeldet haben).

14. Kann ich bei der obligatorischen Krankenpflegeversicherung in der Schweiz versichert
bleiben, wenn ich meinen Wohnsitz ins Ausland verlege?
Grundsätzlich endet der Versicherungsschutz mit Ihrem Wegzug aus der Schweiz. Gewisse
Personengruppen, die in einen EU-/EFTA-Staat umziehen (z.B. Rentnerinnen und Rentner und
Grenzgängerinnen und Grenzgänger und ihre Familienangehörigen), bleiben in der Schweiz
krankenversicherungspflichtig. Das gilt auch für Entsandte, die von der Schweiz in ein anderes
Land entsendet werden.
Zudem können die Versicherer (müssen aber nicht!) Personen, die der obligatorischen
Krankenpflegeversicherung unterstellt waren, auf vertraglicher Basis eine Fortdauer des
Versicherungsschutzes anbieten. Der Vertrag kann beim gleichen oder bei einem anderen
Versicherer abgeschlossen werden. Die Versicherungsverhältnisse unterliegen dann dem
Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag.

(Quelle: BAG)