Was ist Mondus?

Mondus wurde im Jahre 2018 als innotives FinTech-Projekt gegründet. Zu den Kerntätigkeiten dieser Unternehmung gehören die Entwicklung und der Vertrieb von Software-Lösungen für den Versicherungsmarkt. Der Fokus liegt dabei im Online-Business sowie in der elektronischen Prozessoptimierung für Broker, Kunden und Versicherungsgesellschaften.

Adresse

Wanistrasse 7
CH-8422 Pfungen

Folge uns auf Social

Wisssenswertes

  /  Wisssenswertes

Die Krankenversicherung deckt viele Leistungen ab. Jedoch bestehen oftmals Unsicherheiten oder Fragen bezüglich diversen Leistungen. Gerne informieren wir Sie über die Fälle, welche oft vorkommen und versuchen hiermit die Unsicherheiten in dringenden Fällen zu beseitigen.

add remove Werden die Kosten von Behandlungen im Ausland von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen?

In der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gilt das sogenannte Territorialitätsprinzip, was bedeutet, dass nur die in der Schweiz von zugelassenen Leistungserbringern erbrachten Pflichtleistungen bezahlt werden.
Ausnahmen von diesem Prinzip gelten während vorübergehenden Auslandaufenthalten, wobei nach Ländern unterschieden werden muss:

In EU-/EFTA-Ländern haben Sie mit der europäischen Krankenversicherungskarte, die Sie von Ihrem Krankenversicherer erhalten haben, Anspruch auf alle Sachleistungen, die sich unter Berücksichtigung der Art der Leistungen und der voraussichtlichen Aufenthaltsdauer als medizinisch notwendig erweisen. Sie haben Anspruch auf Vergütung der gleichen Leistungen wie die in diesem Land versicherten Personen. Nähere Informationen finden Sie unter www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-versicherte-mit-wohnsitz-in-der-schweiz/versicherungspflicht/touristinnen-ausland-weltreisende.html.

Ausserhalb der EU-/EFTA-Länder übernimmt der Versicherer höchstens den doppelten Betrag der Kosten, die er vergüten würde, wenn die Behandlung in der Schweiz stattgefunden hätte. Im Fall von stationären Behandlungen bedeutet dies, dass er höchstens 90% der Kosten übernimmt, die diese Hospitalisation in der Schweiz kosten würde (Grund: bei Spitalbehandlungen in der Schweiz übernehmen die Kantone einen Anteil von mindestens 55% der Kosten, was bei Hospitalisationen im Ausland nicht der Fall ist).

In Fällen, in denen Sie sich für eine medizinische Behandlung ins Ausland begeben müssen, weil die Behandlung in der Schweiz nicht verfügbar ist, muss Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt einen begründeten Antrag an die Vertrauensärztin oder den Vertrauensarzt Ihres Krankenversicherers einreichen. Der Versicherer entscheidet unter Beratung durch seinen vertrauensärztlichen Dienst, ob die Kosten der Behandlung im Ausland übernommen werden können.

(Quelle: BAG)

add remove Bezahlt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten von Arzneimitteln, die ich im Ausland gekauft habe?

Die Kosten werden nur vergütet, wenn Sie während eines vorübergehenden Auslandaufenthaltes Arzneimittel wegen einer Erkrankung benötigen.

(Quelle: BAG)

add remove Was versteht man unter Kostenbeteiligung?

Die Versicherten müssen sich an den Kosten der erbrachten Leistungen beteiligen. Diese Beteiligung besteht aus einem jährlichen fixen Betrag (Franchise) und 10% der diese Franchise übersteigenden Kosten (Selbstbehalt).
Für die Erhebung der Franchise und des Selbstbehaltes ist das Behandlungsdatum massgebend. Die in einem bestimmten Kalenderjahr erfolgte Behandlung wird somit auf die Franchise dieses Kalenderjahres angerechnet, unabhängig davon, wann sie mit der Kasse abgerechnet wird.

(Quelle: BAG)

add remove Wie hoch ist die minimale Kostenbeteiligung?

Die ordentliche Franchise beträgt Fr. 300.– je Kalenderjahr und der jährliche Höchstbetrag des Selbstbehaltes Fr. 700.– für Erwachsene. Somit ergibt sich für eine versicherte Person mit einer Jahresfranchise von Fr. 300.– eine maximale Kostenbeteiligung von Fr. 1000.– pro Kalenderjahr. Kinder bis zum vollendeten 18. Altersjahr bezahlen keine Franchise, der Selbstbehalt beträgt maximal Fr. 350.–. Die Franchise kann jedoch freiwillig erhöht werden.

(Quelle: BAG)

add remove Was bringt mir eine erhöhte Jahresfranchise?

Bei erhöhter Jahresfranchise trage ich zwar ein gewisses finanzielles Risiko im Krankheitsfall, spare jedoch dabei Prämien. Für Erwachsene betragen die Wahlfranchisen 500, 1000, 1500, 2000 und 2500 Franken, für Kinder 100, 200, 300, 400, 500, 600 Franken. Die Kassen müssen nicht alle Wahlfranchisen anbieten. Sie können für Erwachsene und junge Erwachsene (vom 19. bis zum vollendeten 25. Altersjahr) unterschiedliche Franchisen anbieten. Die Kasse muss eine Minimalprämie von 50 Prozent der ordentlichen Prämie mit Unfalldeckung der Altersgruppe und Prämienregion der betroffenen Person erheben. Diese darf nicht unterschritten werden, auch nicht bei einer Versicherung ohne Unfalldeckung oder bei einer Kombination mit einer Versicherung, welche die Wahl des Leistungserbringers einschränkt.
Zudem darf höchstens ein Rabatt von 70 Prozent des zusätzlich übernommenen Risikos gewährt werden.

(Quelle: BAG)

add remove Bezahle ich auch im Spital eine Kostenbeteiligung?

Ja, wenn die Kostenbeteiligung für sonstige ambulante Behandlungen noch nicht erreicht ist, bezahle ich sowohl bei einer ambulanten wie auch bei einer stationären Spitalbehandlung eine Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt).

(Quelle: BAG)

add remove Wie ist es bei einer Schwangerschaft und Geburt. Entfällt hier die Kostenbeteiligung in jedem Fall?

Auf den Kosten der besonderen Mutterschaftsleistungen, d.h. den Kontrolluntersuchungen während und nach der Schwangerschaft inkl. Ultraschalluntersuchungen, der Geburt und Geburtshilfe, der Geburtsvorbereitung und der Stillberatung entfällt die Kostenbeteiligung in jedem Fall. Für detailliertere Informationen zum Umfang der besonderen Mutterschaftsleistungen vgl. das Dokument „Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Leistungen“, V. Leistungen bei Mutterschaft Ziffern 1 bis 9 auf unserer Homepage (www.bag.admin.ch/bag/de/home/themen/versicherungen/krankenversicherung/krankenversicherung-leistungen-tarife/Leistungen-bei-Mutterschaft.html).

Ausserdem müssen sich Frauen ab der 13. Schwangerschaftswoche und bis acht Wochen nach der Geburt nicht mehr an den Kosten für allgemeine Leistungen und Pflegeleistungen bei Krankheit beteiligen. Sie müssen sich somit auch nicht mehr an den Behandlungskosten von unabhängig von der Schwangerschaft auftretenden Krankheiten beteiligen.

(Quelle: BAG)

add remove Kommen bei Beiträgen der Versicherung an Badekuren oder an die Kosten für Hilfsmittel und Apparate, die auf der Mittel- und Gegenständeliste stehen, die Franchise und der Selbstbehalt auch zum Zug?

Ja, wenn diese sonst noch nicht abgegolten sind, erhalten Sie den Beitrag nicht oder nur teilweise. Eventuell erhalten Sie jedoch einen Beitrag aus einer Zusatzversicherung.

(Quelle: BAG)

add remove Wenn ich die Krankenkasse per Mitte Jahr wechsle, bezahle ich dann zweimal die Jahresfranchise und den Selbstbehalt?

Nein, die Franchise und der Selbstbehalt sind jährlich nur einmal zu entrichten. Es muss daher von der Vorgängerkasse eine Bestätigung eingeholt werden, dass die Franchise und/oder der Selbstbehalt teilweise oder schon ganz erreicht sind.

(Quelle: BAG)

add remove Um was handelt es sich beim Spitalbeitrag von Fr. 15.–?

Nach dem geltenden Krankenversicherungsgesetz (KVG) gehört der Aufenthalt im Spital zu den gesetzlichen Leistungen. Die Versicherten haben jedoch zusätzlich zu Franchise und Selbstbehalt einen nach der finanziellen Belastung der Familie abgestuften Beitrag an die Kosten des Aufenthaltes im Spital zu leisten. Der tägliche Beitrag an den Kosten des Aufenthaltes im Spital beträgt Fr. 15.–. Keinen Beitrag zu entrichten haben Kinder bis 18 Jahre, junge Erwachsene bis 25 Jahre, die in Ausbildung sind, und Frauen für Leistungen bei Mutterschaft.

(Quelle: BAG)

add remove Muss ich bei Unfallfolgen (z.B. Zahnunfall), dessen Kosten über meine Krankenkasse laufen, auch Franchise und Selbstbehalt bezahlen?

Ja, Unfallleistungen sind gesetzliche Leistungen und fallen auch unter die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt), wenn diese sonst noch nicht erreicht ist. Speziell bei Jugendlichen sollte bei der Wahl der Jahresfranchise überlegt werden, ob noch eventuelle Unfallfolgen anstehen.

(Quelle: BAG)

add remove Wenn ich übers Jahresende in Behandlung bin, wie sieht es dann aus mit der Kostenbeteiligung?

Ja, Unfallleistungen sind gesetzliche Leistungen und fallen auch unter die Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt), wenn diese sonst noch nicht erreicht ist. Speziell bei Jugendlichen sollte bei der Wahl der Jahresfranchise überlegt werden, ob noch eventuelle Unfallfolgen anstehen.

(Quelle: BAG)

add remove Ist es möglich, bei einem Wechsel des Versicherers Mitte Jahr die Franchise von der ordentlichen zur wählbaren Franchise zu ändern?

Aufgrund des geltenden Rechts können Sie unter Einhaltung der Kündigungsfrist auf das Ende des Kalenderjahres von einer höheren zu einer tieferen Wahlfranchise oder zur Grundfranchise wechseln, unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand. Bis zum 30. November muss die gewünschte tiefere Franchise der Krankenkasse schriftlich mitgeteilt werden. Die Wahl einer höheren Franchise kann auf Beginn eines Kalenderjahres erfolgen.

(Quelle: BAG)

add remove Ist es möglich, bei einem Wechsel des Versicherers Mitte Jahr die Franchise von der ordentlichen zur wählbaren Franchise zu ändern?

Nein. Der Wechsel zu einer höheren Franchise ist jeweils nur auf Beginn eines Kalenderjahres möglich. Es ist empfehlenswert, dies der Krankenkasse frühzeitig, spätestens bis Mitte Dezember, schriftlich mitzuteilen.

(Quelle: BAG)

add remove Kann ich bei Abschluss der Bonusversicherung auch eine erhöhte Jahresfranchise wählen?

Nein, die Bonusversicherung darf nicht in Verbindung mit einer wählbaren Franchise angeboten werden.

(Quelle: BAG)

add remove Wann bezahle ich auf ärztlich verordneten Medikamenten 20 % statt 10 % Selbstbehalt?

Der Krankenversicherer erhebt einen Selbstbehalt von 20 %, wenn Sie ein Medikament beziehen, welches durch in der Spezialitätenliste aufgeführte Medikamente austauschbar ist, die in einem bestimmten Ausmass günstiger sind als das Ihnen verschriebene Medikament.
Sie finden die Medikamente mit einem Selbstbehalt von 20 % in einer aktualisierten Liste (http://bag.e-mediat.net/SL2007.Web.External/Default.aspx). Verschreibt der Arzt/die Ärztin aus medizinischen Gründen ausdrücklich ein Originalpräparat, obwohl es ein billigeres Generikum gibt, beträgt der Selbstbehalt 10 %.

(Quelle: BAG)

add remove Ist eine Zusatzversicherung, die die freie Spitalwahl in der ganzen Schweiz ermöglicht, noch nötig?

Ja, diese Versicherung kann noch nötig sein, auch wenn die versicherte Person unter den für die Behandlung ihrer Krankheit geeigneten Spitälern, die auf der Spitalliste ihres Wohnkantons oder jener des Standortkantons aufgeführt sind (Listenspital), frei wählen kann. Der Versicherer und der Wohnkanton übernehmen die Vergütung anteilsmässig, höchstens aber die Kosten, die diese Behandlung verursacht hätte, wenn sie in einem Listenspital des Wohnkantons der versicherten Person durchgeführt worden wäre. Ist der Tarif im behandelnden ausserkantonalen Spital höher als der Tarif in einem Listenspital des Wohnkantons der versicherten Person, geht die Differenz zu Lasten der versicherten Person oder gegebenenfalls von deren Zusatzversicherung.

Eine volle Kostenübernahme durch die Grundversicherung erfolgt in jedem Fall, wenn die ausserkantonale Spitalbehandlung aus medizinischen Gründen notwendig war, d.h. in einem Notfall oder wenn die konkrete Behandlung in einem Listenspital des Wohnkantons nicht angeboten wird.

(Quelle: BAG)

add remove Welche Vergütungssysteme gibt es?

Tiers garant
Nach Artikel 42 Absatz 1 KVG gilt das System des Tiers garant, sofern Versicherer und Leistungser-ringer nichts anderes vereinbart haben. Die Versicherten schulden den Leistungserbringern die Ver-gütung der Leistung. Die Rechnung des Leistungserbringers geht daher zunächst an die versicherte Person, die sie danach dem Versicherer weiterleitet. Dieser prüft die Rechnung und erstattet der versi-cherten Person den zu vergütenden Betrag nach Abzug der Kostenbeteiligung. Ob die Rechnung be-reits vor der Rückerstattung des Versicherers beglichen werden muss, ist abhängig von der Zahlungs-frist des Leistungserbringers und der Rückerstattungsfrist des jeweiligen Versicherers. Diese Abrech-nungsvariante ist für ambulante Behandlungen vorherrschend. Ein grosser Teil der frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzte rechnet im System des Tiers garant ab.

Tiers payant
Nach Art. 42 Abs. 2 KVG können Versicherer und Leistungserbringer vereinbaren, dass der Versicherer die Vergütung schuldet (System des Tiers payant). Die Rechnung des Leistungserbringers geht an den Versicherer, der sie ihm vergütet. Danach stellt der Versicherer der versicherten Person deren Kosten-beteiligung in Rechnung. Für stationäre Behandlungen kommt immer das System des Tiers payant zur Anwendung (zweiter Satz von Art. 42 Abs. 2 KVG). Diese Abrechnungsvariante wird vorwiegend in Spitälern, und zwar auch für ambulante Leistungen, in Pflegeheimen und im Bereich der ambulanten Krankenpflege gewählt. Das System hat sich auch bei der Arzneimittelabgabe in Apotheken etabliert.

Im System des Tiers payant erhält die versicherte Person nach Artikel 42 Absatz 3 KVG eine Kopie der Rechnung, die an den Versicherer gegangen ist. Im Regelfall muss der Leistungserbringer der versicherten Person diese Kopie zukommen lassen, er kann aber mit dem Versicherer auch vereinbaren, dass dieser die Rechnungskopie der versicherten Person zustellt (Art. 59 Abs. 4 der Verordnung über die Krankenversicherung, KVV).

In der Praxis
Im System des Tiers garant müssen die Leistungen durch die versicherte Person bezahlt werden, die anschliessend von ihrem Versicherer die Rückerstattung verlangt. Kann die versicherte Person die Kosten für die erbrachten Leistungen nicht aufbringen, stehen verschiedenen Lösungen bereit. Sie kann beispielsweise ihren Anspruch auf Rückerstattung durch den Versicherer an den Leistungserbringer abtreten («Tiers soldant») oder eine später zu bezahlende Rechnung verlangen (beispielsweise mit einer Frist von 15 oder 30 Tagen). In diesem zweiten Fall lässt die versicherte Person die Rechnung möglichst rasch dem Versicherer zukommen. Wichtig ist es in diesen Situationen, sich bei seinem Leistungserbringer und/oder seinem Versicherer zu informieren.

Die Gesetzgebung sieht aufgrund der Zeit, die der Versicherer zur Prüfung der Rechnungen und der Wirtschaftlichkeit der Behandlung braucht, keine Frist für die Rückerstattung der Leistungen vor. Die Rückerstattung durch den Versicherer erfolgt in der Regel innert 30 Tagen nach Erhalt der Abrechnung der versicherten Person (Tiers garant) oder der Rechnungen des Leistungserbringers (Tiers payant).
Die Versicherer sind verpflichtet zu prüfen, ob die Leistung im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung erstattet werden kann. Die Rückerstattungsfrist kann verlängert werden, wenn gewisse Rechnungsbestandteile fehlen und der Versicherer zusätzliche Informationen des Leistungserbringers benötigt. Wenn der Vertrauensarzt des Versicherers beigezogen werden muss, sind die Kontroll- und Rückerstattungsfristen ebenfalls länger.
Bleiben die gegenüber dem Versicherer eingeleiteten Schritte zur Begleichung der Rechnungen in angemessener Frist erfolglos, kann sich die versicherte Person an den Ombudsmann der Krankenversicherung wenden (www.om-kv.ch).

(Quelle: BAG)

add remove Wie sind die Kündigungsfristen der Grundversicherung und wie muss ich vorgehen?

Versicherungswechsel per 1. Juli: Wenn Sie über eine Grundversicherung mit einer ordentlichen Franchise (Erwachsene 300 Franken/Kinder 0 Franken pro Kalenderjahr) und freier Wahl des Leistungserbringers verfügen, können Sie Ihre Krankenversicherung auf den 30. Juni unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist kündigen. Das heisst, Ihr bisheriger Versicherer muss Ihre Kündigung bis spätestens am 31. März erhalten haben. Ein Versicherungswechsel in der Jahresmitte ist nicht möglich, wenn Sie über eine Grundversicherung mit einer höheren Franchise (Erwachsene 500 – 2500 Franken/Kinder 100 – 600 Franken pro Kalenderjahr), oder mit einer eingeschränkten Wahl des Leistungserbringers (Gesundheitsnetzwerk, HMO, Hausarztmodell, telemedizinische Beratung) oder mit einer Bonusversicherung verfügen.
Versicherungswechsel per 1. Januar: Ihr Versicherer muss Ihnen die neue Prämie spätestens bis zum 31. Oktober mitteilen. In seinem Schreiben muss er Sie zudem auf Ihr Kündigungsrecht aufmerksam machen. Sie können Ihre Versicherung bis am 30. November kündigen.
Beispiel: Wenn Sie Ihren bisherigen Versicherer für die Grundversicherung wechseln möchten, muss er Ihre Kündigung bis spätestens am 30. November erhalten haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Prämie erhöht wurde oder Sie eine besondere Versicherungsform (Gesundheitsnetzwerk, HMO, Hausarztmodell, telemedizinische Beratung, wählbare Franchise, Bonusversicherung) abgeschlossen haben. Ausschlaggebend ist, dass der Krankenversicherer Ihnen die neue, vom BAG genehmigte Prämie vor dem 31. Oktober mitgeteilt hat.

 

Vorsicht bei nicht genehmigten Prämien!
Offerten mit Grundversicherungsprämien, welche noch nicht vom BAG genehmigt sind, sind kritisch zu hinterfragen. Es wird empfohlen, keine neue Grundversicherung per 1. Januar abzuschliessen, bevor die neuen Prämien vom BAG genehmigt sind. Die genehmigten Prämien werden erst Ende September bekannt gegeben.

Versicherungswechsel bei unterjährigen Prämienerhöhungen (selten): Sie dürfen Ihre Versicherung auf das Ende des Monats, der dem Inkrafttreten der neuen Prämie vorausgeht, kündigen.

Beispiel: Prämienerhöhung per 1. August. Ihr Versicherer muss Ihnen die neue Prämie spätestens bis zum 31. Mai mit Hinweis auf Ihr Kündigungsrecht schriftlich mitteilen. Sie können Ihre Versicherung bis zum 30. Juni per 31. Juli kündigen.

Kein ausserordentliches Kündigungsrecht
Die Anpassung Ihrer Prämie infolge Wohnortswechsels, des Wechsels von der Kinder- zur Erwachsenenprämie oder wegen Wegfalls der Prämienverbilligung gibt Ihnen kein ausserordentliches Kündigungsrecht. Es gelten die Wechseltermine per 1. Juli und 1. Januar.

 

(Quelle: BAG)

add remove Darf die Krankenkasse die Zusatzversicherungen unter dem Vorwand, dass die Grundversicherung gewechselt wird, kündigen?

Nein. Der Versicherer darf Ihnen nicht die bei ihm abgeschlossenen Zusatzversicherungen auf
Grund der Tatsache kündigen, dass Sie die Grundversicherung kündigen. Er darf Sie auch nicht
dazu zwingen, selber die Zusatzversicherungen zu kündigen.

(Quelle: BAG)

add remove Können säumige versicherte Personen den Versicherer wechseln?

Säumige versicherte Personen können den Versicherer für die Grundversicherung nicht wechseln, solange sie ausstehende Prämien und Kostenbeteiligungen sowie die Verzugszinse und Betreibungskosten nicht vollständig bezahlt haben. Kündigt eine säumige Person ihr Versicherungsverhältnis, muss der Versicherer sie informieren, dass die Kündigung keine Wirkung entfaltet, wenn die bis zum 31. Mai bzw. 30. November gemahnten Prämien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinse sowie die bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Betreibungskosten bis zum 30. Juni bzw. 31. Dezember nicht vollständig bezahlt sind.

Bei nicht gemahnten, ausstehenden Prämien und Kostenbeteiligungen kann der Versicherer gewechselt werden.

 

(Quelle: BAG)

add remove Was sind die Konsequenzen, wenn die versicherte Person zu spät einem neuen Versicherer beitritt?

Das Versicherungsverhältnis beim bisherigen Versicherer endet erst, wenn der neue Versicherer dem bisherigen mitgeteilt hat, dass Sie ohne Unterbruch bei ihm neu versichert sind. Solange Sie also keinem neuen Versicherer beitreten und dieser folglich auch keine Bestätigung an Ihren bisherigen Versicherer schickt, bleiben Sie bei Ihrem bisherigen Versicherer versichert. Deshalb wird empfohlen, dem neuen Versicherer so rasch wie möglich beizutreten und dafür nicht Ende Dezember abzuwarten.

(Quelle: BAG)

add remove Was geschieht, wenn der neue Versicherer Ihren Beitritt dem bisherigen Versicherer nicht oder verspätet meldet?

Das Versicherungsverhältnis beim bisherigen Versicherer endet erst, wenn der neue Versicherer dem bisherigen mitgeteilt hat, dass Sie ohne Unterbruch bei ihm neu versichert sind. Unterlässt dies der neue Versicherer oder erfolgt die Meldung verspätet, so wird das Ende des
Versicherungsverhältnisses beim bisherigen Versicherer aufgeschoben, und der neue Versicherer muss für den Schaden, der der versicherten Person daraus entsteht, insbesondere für die Prämiendifferenz, aufkommen.

Beispiel: Sie kündigen Ihre Grundversicherung bei der Krankenkasse X per 31. Dezember 2017. Anfang Dezember 2017 treten Sie auf den 1. Januar 2018 der Krankenkasse Y bei. Die Krankenkasse Y schickt die Bestätigung an X erst im Februar 2018. Damit sind Sie im Januar und Februar 2018 weiterhin bei X versichert Wenn die Prämie bei X höher ist, muss Y Ihnen die Differenz zwischen der Prämie bei X und der Prämie bei Y zurückerstatten.

(Quelle: BAG)

Prämie berechnen